Hufe

Der Huf mit seiner Huflederhaut ist ein lebenswichtiges stoffwechselaktives Organ mit enormer Durchblutung. Das Pferd sollte ein gesundes Hufhorn mit tadellosem Wachstum haben.

Komplikationen im Bereich der Hufe entstehen oft durch Probleme im Stoffwechsel. Schlechtes Hufwachstum, brüchige Hufe oder Strahlfäule können durch eine unzureichende Versorgung mit Mineralien und Vitalstoffen verursacht werden. Auch die Verfassung von Leber und Niere können Einfluss auf den Zustand des Pferdehufs nehmen. Eine wesentliche Rolle spielt eine gesunde Darmflora im Dickdarm.

  

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Hufrehe ist eine der gefährlichsten Huferkrankungen: eine akute Entzündung der Lederhaut, welche das Hufbein mit der Hornwand verbindet. Die Hufrehe kann aber auch als chronische Entzündung über Jahre verlaufen, die chronisch erkrankten Pferde werden in der Regel nie wieder normal laufen können.

Die Hufrehe macht sich bemerkbar durch kurzen Schritt, die Pferde versuchen, die Zehe zu entlasten. Unbehandelt werden die Symptome stärker, das Pferd entlastet vermehrt und liegt viel. Da ein Mangel an Informationen über die Verkopplung der Hufrehe mit dem Stoffwechsel herrscht, verläuft selbst tierärztlich behandelte Hufrehe oft fatal.

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Die Hufrehe entsteht dann, wenn die Darmflora durch die schnelle Ansäuerung des Dickdarmes schlagartig oder schrittweise verstirbt. Bei dem Sterben der Mikroorganismen werden toxische Substanzen frei, die die Hufrehe auslösen können. Eine schnelle Ansäuerung des Darms kann zum Beispiel durch die Aufnahme der Fruktane in Weidegras, durch Toxine der Endophyten, die vorwiegend das Deutsche Weidelgras befallen, aber auch durch Verfütterung von Silage oder Heulage hervorgerufen werden. Auch eine übermäßige Verfütterung von Kraftfutter und eiweißreichen Futtermitteln gehört zu den Risikofaktoren der Hufrehe, ebenso Giftpflanzen und Cortison.

Bei akuter Hufrehe muss schnell der Tierarzt geholt sowie der Rat eines Pferdefutterspezialisten hinzugezogen werden. Es ist wichtig, die ausleitenden Organe des Pferdes zu unterstützen, nicht nur die Leber, sondern auch die Niere. Eine Wiederherstellung der normalen Darmflora ist von höchster Bedeutung, ebenso das Ersetzen von Müsli und Getreide. Da selbst das Kraftfutter stärkearm sein muss, bietet sich die Esparsette als ideales getreidefreies Kraftfutter an. Die Futtermittelumstellung sollte allmählich erfolgen, da eine abrupte Änderung der Futterration die Darmflora weiter beschädigen kann.